Ein Gag zum Thema
Spionage aus dem "KriminalTango"
NN vom 29.09.2003

Ein
wahrer
Nasen-Fall
Im
Mausmobil
umkreiste ruhig die Erde Spion 008
und hatte sich für
heute recht wenig gedacht.
Doch plötzlich
stieg ein Duft in seine Nase -
Alarm! Was sind denn
das für Gase?
Das Raumschiff
blinkte und drehte sich wie wild.
Alle Lichter
flackerten, Nebel saß auf dem Schutzschild.
Spion 008 verschloss
eiligst die Luken,
klemmte sich zwei
Finger ein und begann zu bluten.
Im
Kerzenschein
studierte er die Koordinaten.
Über welchen
Ort da unten war er geraten?
Und was sagte das
Chaoshandbuch?
Flieg’ langsam,
Baby, schwinge ein weißes Tuch!
Der Gegner greift
gleich mit Chemiewaffen an,
rattenscharfe Löcher
bekommt dein Mäusepelzchen dann.
So stand es auch auf
dem Computer groß und rot:
Meldung an die
Zentrale, dann bist du tot!
Zitternd
vor Angst
beschloss 008:
„Ne, das wird
jetzt anders gemacht!“
Ein Griff in sein
Notfallgepäck unter dem Bett
und schon flog er
auf dem Surfbrett weg.
Vor Schottlands
Küste ging er baden,
krabbelte über
Felsen mit nackten Waden.
Und wieder war da
jener betörende Duft!
Er witterte leckere
Morgenluft.
008
löste den
Fall schnell und unkompliziert,
eine Whisky-Fabrik
war hier installiert!
Das Raumschiff hatte
ein Antialkoholiker erbaut!
Und zufrieden ergab
sich seinem Rausch 008, der Astronaut.
Ode an den
Dominostein
Nimm mich, schreit er
Also beiß’ ich ihn weiter
Lecker schmilzt er auf meiner Zunge
Du bist fantastisch! Junge, Junge!
Schon in den Kindertagen
Erlag ich deinem süßen Ruf: Greif zu!
Und ich verrate dir heute:
Mein dunkles Geheimnis auf ewig bist du!
Wir stellten uns keine großen Fragen
Sondern blieben die Genießer pur
Deine Hingabe ist nicht zu übertreffen
So leiste ich dir gern den Treueschwur
Unser köstlicher Bund schließt sich im Mund
Und egal was die anderen Leute sagen
Die wahre Liebe, die geht durch den Magen!
© NM 2005

Habe ich mal kein Papier
nehm' ich Wand und Decke hier
dann geht's ans Reimen und ans Fluchen
und zum Schluß die Badewanne suchen
Ein Froschgedicht
Hallo Du da - Jungfer zart, komm her und kraul’ mir meinen Bart.
Ihr vergeßt Euch, elender Knecht! Ihr wißt wohl nicht, mit wem Ihr
sprecht?
Froschkönigs Frau bin ich bald, wenn der Frosch nur erstmal knallt.
Doch irgenwie geht es nicht, ich werfe - und jede Wand zerbricht.
Im ganzen Schloß bröckeln die Mauern und ich muß als Jungfrau
versauern. Und mein Frosch plagt sich mit blauen Flecken,
es ist zum Kotzen - oder zum Verrecken!
Hm... eine Lösung wüßt’ ich schon, aber was bekomme ich als Lohn?
Alles, was Du willst, guter Mann, Hauptsache es geht voran.
Am Besten wär’s, Ihr fangt gleich an!
Im Schloß sitzen nur Edelleut’ und Diplomaten und die verzweifeln schon
an einem Spaten.
Sagt schnell, was Euer Herz begehrt. Ein Beutel Gold?
Und auch ein Pferd?
Nein, das brauch’ ich gerade nicht, ich möchte küssen Dein Gesicht.
Ach, schenk’ ein Schäferstündchen mir, die schönste Mauer baue ich Dir.
Na das ist doch wohl die Höhe! Sicher hast Du Läuse, und auch Flöhe!
(Seid nicht so hart - Jungfer zart - kann ich von Deinen Früchten
naschen, dann würde ich mich vorher waschen.)
Und bekommt der Frosch das raus, so ist es mit der Hochzeit aus!
Entscheidet Euch, mein schönes Kind, das eben meine Preise sind.
Nun denn, was nützt mein Klage, gute Handwerker sind selten, keine
Frage! Nicht mal einen Maurer gibt es hier, nicht mal für ‘nen Kasten
Bier. Sei es drum, was soll der Jammer, bedient Euch und dann Stein auf
Stein in meiner Kammer!
Kluge Maid, ich bin entzückt, Ihr werdet sehen, alles glückt.
Habt Vertrauen und auch Mut, ich baue und ich liebe gut.
Einen Moment, ich rufe gleich im Baumarkt an, wie der heut’ noch
liefern kann...
© NM 2002
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